Forensisch Toxikologisches Centrum München GmbH





Akkreditiertes Labor für die Abstinenzkontrollen
Alkohol und Drogen in
Urin und Haaren

nach den verbindlichen Beurteilungskriterien
(CTU-Kriterien)
Aktuell 3. Auflage vom 01. Mai 2014

 

Haarabnahmen für das
FTC auch in Bonn möglich.
Institut für Rechtsmedizin des UKB
Anmeldung unter 0228-738334

 


Besuchen Sie auch unsere Schwesterfirma in Österreich:

www.ftc-wien.at

Information zur Drogen-Abstinenzkontrolle 

Urin

Die Urinproben müssen für ein Screening im Verfahren zur Entziehung bzw. Erteilung der Fahrerlaubnis unter ärztlicher Sichtkontrolle nach kurzfristiger und unvorhersehbarer Einbestellung abgegeben werden. In akkreditierten Institutionen kann die Probennahme auch unter Aufsicht anderer ausgebildeter und autorisierter Personen durchgeführt werden. Die Urinuntersuchung sollte bei einem abzudeckenden Abstinenzzeitraum von 6 Monaten mindestens 4x, bei 12 Monaten mindestens 6x erfolgen. Das Programm muss vor der ersten Untersuchung festgelegt werden, ein positiver Befund führt zum Abbruch des Programms. Die Probenahme muss spätestens am Folgetag der Benachrichtigung erfolgen.

Die Messung erfolgt im FTC München zunächst mit einem immunchemischen Test, positive Werte werden mit Hilfe der Flüssigchromatographie/Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS-MS) oder eines vergleichbar spezifischen und sensitiven Verfahrens überprüft bzw. bestätigt. Das jeweilige Messverfahren muss so empfindlich sein, dass die Substanzen mit den in der Liste (siehe Tabelle unten) aufgeführten Konzentration als positiv erfasst werden.

Der untere Wert des Kreatinins für die Verwertbarkeit der Urinprobe liegt für beiderlei Geschlecht bei 20 mg/dl; Proben mit einem Kreatininwert < 20 mg/dl sind als Abstinenznachweis nicht verwertbar.

 

Haare

Durch eine Haaruntersuchung können auch retrospektiv Abstinenzkontrollen durchgeführt werden oder sie können im Rahmen eines Abstinenzprogramms durch Urinkontrollen zur Überbrückung länger Abwesenheits-(Urlaubs)zeiten eingesetzt werden. Ein immunchemischer positiver Test muss immer durch eine spezifische Methode bestätigt werden. Eine unvorhersehbare Einbestellung ist bei der Haarprobennahme nicht notwendig.

Die Auswahl der Substanzen und die Mindestanforderungsgrenzen sind in den Beurteilungskriterien festgelegt.

 

Tabelle 4 aus Kap. 7 der Beurteilungskriterien

Substanzklasse bzw.
Targetanalyt

Urin
[ng/ml]

Haare
[ng/mg]

Cannabinoide
THC-COOH
THC


10 (nach Hydrolyse)



0,02

Opiate
Morphin (Codein, Dihydrocodein u. in Haaren MAM)


25 (nach Hydrolyse)


0,1

Cocain
Benzoylecgonin
Cocain


30



0,1

Amphetamine
Amphetamin und Designer-Amph.


50


0,1

Methadon
EDDP
Methadon


50



0,1

Benzodiazepine
Diazepam
Nordiazepam
Oxazepam
Alprazolam
Hydroxy-Alprazolam
Bromazepam
Hydroxy-Bromazepam
Flunitrazepam
7-Aminoflunitrazepam
Lorazepam

 
 
50
50
 
50
 
50
 
50
50


0,05
0,05
0,05
0,05

0,05

0,05

0,05

Bei Hinweis auf früheren Opiat-/Opioidkonsum erfolgt eine Erweiterung der Analysen zumindest auf folgende Opioide (incl. Metaboliten)

Opioide (incl. Metabolite)
Buprenorphin
Norbuprenorphin
Tildin
Nortilidin
Tramadol
Nortramadol
O-Desmethyltramadol
Oxycodon
Fentanyl
Norfentanyl


1
1
 
50
50
50
50
50
10
10

 
0,05
0,05
0,05
0,05
0,05
0,05
0,05
0,05
0,05

 

Die Untersuchung darf nur in Labors erfolgen, die nach ISO 17025 für Forensische Toxikologie akkreditiert sind, und sie müssen nach den Richtlinien der GTFCh durchgeführt werden. Dies könnte zur Verwirrung führen, weil in den seit 01.06.09 veröffentlichten neuen Richtlinien der GTFCh andere, zum Teil wesentlich höhere Werte für die Anwendung bei forensisch-toxikologischen Fragestellungen angegeben sind. Es wird aber auch dort darauf hingewiesen, dass für besondere Fragestellungen auch niedrigere Cut-offs gelten können und insbesondere bei der Fahreignungsdiagnostik die Anforderungen der Beurteilungskriterien gelten.

Dies führt allerdings dazu, dass der Auftraggeber, der Untersuchungen im Rahmen der Fahreignungsdiagnostik machen lässt, sich nicht damit zufrieden geben kann, dass das Labor nach ISO 17025 für Forensische Toxikologie akkreditiert ist und nach den Richtlinien der GTFCh arbeitet, sondern sich vergewissern muss, dass die Mindestanforderungsgrenzen nach den Beurteilungskriterien angewandt werden. Das FTC München erfüllt alle Anforderungen!